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Abu Dhabi / Dubai für Kurzentschlossene

Dienstag, 25.02.2020

Hallo liebe Alle!

Es wird nun wirklich mal Zeit, dass ich mal wieder etwas in den Blog schreibe. Es wird ja noch ein wenig dauern bis ich mal wieder länger auf Reisen gehen kann bzw bis ich im besten Fall wieder auswandern kann ;) erst mal wird das Studium abgeschlossen!

Aber bis dahin kann man ja mal einen Urlaub machen... :)

Da ich in den letzten Monaten ein paar Mal die Filiale auf Arbeit gewechselt habe und für die Uni auch noch eine Hausarbeit schreiben musste, wusste ich nicht ob ich in meinen Mini-Semester-Ferien von 2 Wochen nun Urlaub nehmen durfte oder nicht. Aber ich hatte Glück, ich habe noch Urlaub genehmigt bekommen. Was also tun mit so „kurzfristig“ Urlaub? Mir war nach Sonne, warm und was zum Erleben. Erst dachte ich an Istanbul, da ist es im Februar allerdings noch kalt, ähnlich wie bei uns, also fiel mir Abu Dhabi ein. Nach meinem Kurzbesuch als Stopp Over in 2016 wollte ich ja immer mal wieder hin, warum also nicht? Gebucht und los!

Mein Abflug in Nürnberg war um 6h morgens, da ich nur mit Handgepäck reisen wollte, wollte ich so gegen 5h am Flughafen sein, also zuhause Abfahrt so gegen 4:20h. Problem, um die Uhrzeit fährt bei mir noch keine Straßenbahn! Ok also denke ich mir, dass ich vor laufe bis zur U-Bahn und von dort zum Flughafen. Nun wollte ich ja direkt in den Sommerklamotten in den Urlaub und nicht erst eine Winterjacke mitschleppen. Und es ist tatsächlich einfach mal Sturm mit Schneeregen bei 3°C! Bereits nachts wurde ich vom Strum geweckt, so dass ich mir doch lieber ein Taxi für die Fahrt zur U-Bahn bestellt habe. Das hat auch problemlos geklappt und für die 5min Fahrt gleich mal 13€! Seit wann ist Taxi fahren eigl. soo teuer in D? Gut, dass ich nicht gleich bis zum Flughafen gefahren bin. Es war so ein Sturm, dass es die Taxi-Tür direkt wieder zugeweht hat...! Also mal lieber schnell in den U-Bahnhof ins windgeschützte. Nun lass ich mir ja immer sagen, Nürnberg sei so eine Metropole und was stellt man fest? Der Bahnhof hat geschlossen bis etwa 2 min bevor die erste Bahn fährt! Meine U-Bahn zum Flughafen ist eine der ersten, also musste ich tatsächlich draußen warten… Am Flughafen war erwartungsgemäß mega viel los, Sicherheitskontrolle dauerte über eine halbe Stunde, so dass der Flug bereits zum Einstieg ausgerufen wurde, als ich gerade durch war. Umsteigen in Amsterdam problemlos. Verhungern tut man in Schiphol schon mal nicht, es gibt Käse, Kiloweise Käse in den Souvenirshops :D Auch der Flug nach Abu Dhabi problemlos, über den Alpen noch ein wenig Schnee gesehen und über dem Irak die Sanddünen bewundert, samt kreisrunden bewässerten Plantagen und brennenden Ölfackeln in den Ölfeldern. Am Flughafen in Abu Dhabi über eine Stunde an der Passkontrolle angestanden, die haben halt die Ruhe weg. Dafür haben sich die Mitarbeiter gefreut über einen Deutschen reisenden, „Bayern München“ können sie alle sagen :P

Das Taxi zum Hotel hat für die mehr als 30min Fahrt gerade mal 22€ gekostet, nur mal zum Vergleich zu meiner morgendlichen Taxifahrt. Das Hotel direkt umgeben vom Yachthafen (einem der vielen in Abu Dhabi) und mein Zimmer mit Blick auf die Etihad Towers. Na der langen Reise bin ich allerdings direkt ins Bett, durch die Zeitverschiebung war ich ja auch erst gegen 23h im Hotel. Am nächsten Morgen habe ich mir erst mal ein lecker Frühstück mit Blick auf den Pool gegönnt. Wenn man den deutschen Winter gewöhnt ist, sind die 22° und volle Sonne auf der Außenterrasse schon fast zu viel… also wohl als erstes an die Wärme gewöhnen und wo geht das besser als am Pool in einem der Separees mit Sonnenliegen. Bewaffnet mit Buch und Sonnenbrille lässt es sich so aushalten :) der Pool vermutlich sogar extra beheizt, denn das Wasser war gefühlt wärmer als die Luft, allerdings nur mal 1,20 tief. Einen Pool mit direkten Blick aufs Meer kann ich dennoch empfehlen (auch wenn es an der Stelle mehr mit Blick auf den Kanal ist). Da nur am Pool rumliegen nichts für mich ist bin ich nachmittags noch spazieren gegangen bis zum „Heritage Village“, ein nach alter Bautradition gebautes Dorf für die Touristen mit kleinen Feldern und Souvenirshops. Abu Dhabi ist viel größer als es aussieht und die Häuserblocks ziehen sich, so dass ich mir im ungewohnten Schuhwerk Flip-Flops natürlich an der Sohle gleich mal eine Blase gelaufen habe :D Das hing mir leider die folgenden Tage auch noch nach. Abends habe ich mir mit nächtlicher Beleuchtung noch das „Founders Memorial“ angesehen, eine riesige Skulptur die den Gründervater Abu Dhabis zeigt als 3D Model, wobei die Gesichtskonturen durch geometrische Figuren die an Fäden aufgespannt sind gebildet werden. Lässt sich echt schwer beschreiben, wie aus „Perlenketten“ eine Silhouette wird, richtig coole Sache!

Am Sonntag habe ich mir die Innenstadt von Abu Dhabi angesehen, neben den Hochhäusern auch das renovierte alte Fort welches sogar schon Kanonen aus Frankreich und England aus dem 18. Jh. hatte, lange vor der modernen Großstadt, als die Emirate noch Fischerdörfer und Nomadenstämme waren. Vom Shoppingcenter mit „traditionellen“ Souq (Markt) bin ich noch bis zur Strandpromenade gelaufen. Überall in Abu Dhabi sieht man Katzen, so auch hier, da die Tiere gemütlich an der Promenade schlafen und auf die Arbeiter Abu Dhabis warten (80% der Einwohner sind ja keine Einheimischen sondern Arbeiter aus zB Asien) die dort angeln und den Katzen immer wieder auch mal ein Stück Fisch zuwerfen. Für späteren Nachmittag hatte ich einen Besuch in der großen Moschee geplant, die ich im Sonnenlicht, Sonnenuntergang und bei Nacht fotografieren wollte. Als ich vor einigen Jahren in der Moschee war, war ich dort ja mit einem Guide. Wir sind damals durch eine Sicherheitskontrolle an der Seite der Moschee rein und konnten und mehr oder weniger frei bewegen. Ich war total überrascht wie ich diesmal dort bin, dass es einen weiter entfernten Eingang gibt der unterirdisch ein kleines Einkaufszentrum hat und verbunden durch einen endlos langen Tunnel mit der Moschee ist. Clever eigentlich, so kann man die Touristen von den Gläubigen trennen, die weiterhin an der Moschee einen Eingang haben, kann gleich Souvenirs und Snacks verkaufen und nicht zu vergessen die Sichtkontrolle für die Frauen ob man anständig genug gekleidet ist und im Zweifel eine Leih-Abaya bekommt. Das ganze Prozedere hat nun viel länger gedauert als geplant, so dass ich „leider“ das Tageslicht für die Fotos verpasst habe, dafür um so schöner die Nachtaufnahmen :) In der Moschee selbst gibt es feste Laufwege und vorgegebene Foto-Stopps, damit alles schön gleichmäßig läuft ;) Allerdings hat man den Weg schon so gelegt, dass man wirklich alles wichtige sehen und fotografieren kann. Ich liebe diese Moschee einfach, so wunderschön! :)

Für Montag und Dienstag hatte ich mir vorgenommen nach Dubai zu fahren. Dubai liegt etwa 100km nordöstlich von Abu Dhabi und die Städte sind mit einem Linienbus verbunden der etwa alle 20 min fährt. Man könnte auch das Taxi nehmen, die würden einen auch rüber fahren, das kostet aber ca 50€ je Fahrt, der Linienbus ca 8€ je Strecke. Der fährt langsamer, kommt aber auch an, ist relativ gemütlich wie ein Reisebus, für Frauen gibt es sogar extra Sitze in den vorderen Reihen. Es gibt theoretisch 2 Zwischenstopps unterwegs, dort wird allerdings fast nie gehalten, so dass man in 90 min in Dubai ist. Dort hält der Bus an einer Metrostation, so dass man problemlos nach Dubai rein fahren kann. Am Rande Abu Dhabis kommt man an der Formel 1 Rennstrecke vorbei, einigen Kilometern Wüste, fast überall mit einem Zaun von der Straße abgetrennt, einem Ikea und dann den weiten Ausläufern Dubais. Es ist unterwegs weniger Wüste als man vermuten würde, die Emirate wachsen maga schnell. Oh und natürlich alle(!!) 2-5 km ein Blitzer! Kein Witz! So viele Blitzer habe ich noch nie gesehen. Auf der Autobahn ist an vielen Stellen 140km/h erlaubt, manchmal auch nur 120km/h und das im autoverrückten Abu Dhabi :D

Wenn man Abu Dhabi als groß bezeichnen würde, ist Dubai gigantisch groß! Jedes freie Eckchen wird bebaut und sogar Land im Meer aufgeschüttet und das nicht nur für die Hotels auf den Palmen Inseln von denen es in der Zwischenzeit mehrere gibt. Die Stadt-Autobahn überwiegend 3-spurig, teilweise so gar 4 oder 5 und nicht nur im Berufsverkehr brechend voll. Parallel zur Autobahn verläuft die voll automatisch betriebene überirdische Metro, alle paar Minuten eine Bahn und auch diese immer voll. Zum Glück gibt es auch hier reine Frauen Abteile, da ist es ein klein wenig weniger voll ;) Witzig ist, dass man sich als große Firma wohl die Namen der Haltestellen kaufen kann, denn sie tragen die Namen einer Bank oder Telefongesellschaft. Super modern die Metro in jedem Fall. Es gibt aufladbare Chipkarten als Fahrkarte (die ich schon von der Busfahrt her hatte) und elektronische Gates durch die man geht und die beim Aussteigen die entsprechende Fahrpreis-Summe von der Karte abziehen. Die Bahnhöfe mit Sicherheitstüren die sich erst öffnen, wenn die Bahn eingefahren ist, dass keiner auf Gleich laufen kann.

Um mich erst mal zu orientieren und bin ich zuerst zur Burj Khalifa/Dubai Mall gefahren. Eines der größten Shoppingcenter der Welt und natürlich das größte Gebäude der Welt. Ich frage mich noch immer warum das nicht einfach in den Wüstenboden einsinkt :D Von dort bin ich mit dem Taxi zu einem weiteren renovierten historischen Stadtviertel gefahren mit dem Flair vergangener Tage. Eingestiegen bin ich in der Mall, die Einkaufscenter haben alle gleich eingebaut eine Taxiwartespur, da stehen immer Taxis bereit. Der, ich nenne ihn mal Taxiportier hat erst noch versucht mich auszunutzen in dem er mich in ein extra teures Taxi gesetzt hat, ich habe es zum Glück noch gemerkt als der Fahrer mir einen dreimal höheren Preis vor der Fahrt nannte als es für die Strecke zu erwarten gewesen wäre. Ich lauf da ja nun nicht im Prada-Kostüm rum, aber irgendwie witzig, dass ich da für eine reiche Touristin gehalten worden bin mit meinem Cowgirl-Hut :D Das historische Viertel „al-Bastakiyya“ ist natürlich auch ein wenig für die Touristen gedacht, was man an den vielen Mitarbeitern vor den Restaurant besonders merkt die einen unablässig anquatschen ob man denn nicht reinkommen möchte… da lobe ich mir doch das altehrwürdige Starbucks ;) es gibt neben einigen süßen Lädchen die auch traditionelles Kunsthandwerk anbieten wie Kupfergeschirr und Malerei auch Kamele und Falken zu bestaunen, die den ganzen Tag (?!) mit Augenkappe auf dem Arm des Herrchens hocken. Sie mögen ihre Falken ja verehren in den Emiraten, aber mir tun die Tiere einfach nur leid. Das historische Viertel liegt am Wasser, dem Dubai Creek und um auf die andere Seite zu gelangen nimmt man einfach die Fähre die mit zu den Öffentlichen Verkehrsmitteln zählt. Auf der anderen Uferseite liegen mehrere Restaurantbote und Schiffe die man im ganzen mieten kann und auch Schiffe die beladen worden mit Klimaanlagen oder Kühlschränken in unvorstellbarer Anzahl. Die Schiffe waren ja nicht groß, vll 20m lang, aber höher beladen als lang, was dazu wohl deutsche Transportsicherheitsfachmenschen sagen würden :D Auf der anderen Uferseite liegt auch der Gold Souq, der Gold-Markt. Laut Reiseführer wird der Goldpreis täglich auch auf dem Markt an den schwankenden Weltmarkt angepasst und man zahlt für den Schmuck nur den Wert des Goldes und der Edelsteine, nicht der Arbeit die darin steckt. Im Arabischen Raum werden Frauen ja mindestens zur Hochzeit mit Tonnenweise Gold beschenkt und entsprechend sahen die Stücke auch aus, groß klobig, Hauptsache „teuer“, nicht so als ob man es täglich tragen würde wollen. Das Angequatsche ist natürlich nervig, soll aber wohl teil des „Spaßes“ sein wie das über den Preis handeln… naja, nicht so meines, wenn ich mir nur was angucken will, muss ich mich nicht antatschen lassen, auch wenn es wahrscheinlich keiner der Verkäufer böse oder anstößig meint. Das ist auch einer der Gründe warum ich kein schönes Souvenir gefunden habe, einen Schal oder eine Lampe hätte ich mir gerne gekauft, aber dieses aufdringliche hat mich sehr gestört. Abends nach Sonnenuntergang habe ich mir dann noch die Wasserspiele zu Musik am Fuße des Burj Khalifa angesehen, eine Show die etwa alle 30 min für die Touris stattfindet, schön süß gemacht. Lange konnte ich ja nicht bleiben, da ich abends ja noch zurück nach Dubai musste, wobei die Busse bis spät fahren. Am nächsten Tag bin ich ja noch mal nach Dubai. Diesmal zuerst in die Mall of the Emirates, ein Shoppingcenter mit eigener Ski- und Winterwelt! Das Kempinski Hotel nebenan hat sogar Zimmer in alpiner Einrichtung mit Blick auf die Winterwelt! :D Ist schon witzig in Sommerkleidung in die Schneelandschaft zu gucken. Da ich nicht für europäisches Winterwetter in Dubai bin ging es weiter zum „Souq Medinat“ ein traditioneller Markt in der Hotelanlage die zum Burj al Arab gehört, da berühmte Hotel in Form eines Segels. Dort konnte man den Sandflächen-Souvenir-Machern bei der Arbeit zusehen und sich Henna-Tattoos machen lassen :) Die meisten Strände gehören zu Hotelanlagen, in der Nähe des Burj al Arab gibt es einen öffentlichen Strand, nur schade, dass der von allen Seiten von den ewigen Bauarbeiten Dubais umgeben ist, so dass die Aussicht weniger schön war :D

Eigentlich wollte ich auch noch in ein weiteres Emirat, nach Schardscha, dessen Hauptstadt Sharja mit dem Stadtgebiet von Dubai verwachsen ist, aber nachmittags war der Verkehr so schlimm, dass selbst die Taxifahrer, die sonst jeden Dirham einheimsen wollen vor dem Stau gewarnt haben. Selbst die öffentlichen Busse hätten über eine Stunde gebraucht, das was mir dann doch zu lang, so dass ich lieber wieder zurück nach Abu Dhabi bin, ich muss mir ja auch noch was aufheben, wenn ich mal wieder in die Emirate fahre ;)

An meinem letzten Tag hatte ein wenig Pech. Ich wollte vormittags noch mal zur Moschee, mittags zu den Märkten, nachmittags zum Louvre Museum. Mein Gepäck durfte ich im Hotel lassen, da mein Flug ja erst nachts ging. In der Moschee war es wunderschön und ich konnte noch meine Fotos bei Tageslicht machen, wenn auch mit sehr diesigem Himmel, da ein Sandsturm unterwegs war. Der Fischmarkt und der Dattelmarkt waren interessant. Bei einem Zwischenstopp im Shoppingcenter um Mittag zu essen und noch etwas Geld zu holen, hat mir kein Geldautomat mehr Geld ausgespuckt, obwohl noch Geld auf dem Uralubskonto drauf war. Ich vermute, dass das Hotel einen Betrag geblockt hat, falls ich die Hotelbar leergesoffen hätte. Eigentlich hätten sie nichts weiter blocken dürfen als die Zimmerkosten, aber anders kann ich es mir nicht erklären. Zum Glück hatte genau noch genügend Dirham übrig um zurück zum Hotel zu fahren um meinen Koffer zu holen und um zum Flughafen zu fahren. War dann ein sehr sehr langweiliger Nachmittag/Abend in der Hotellobby, nicht so spannend wie das Louvre wahrscheinlich, aber dann habe ich noch was, was ich mir mal noch ansehen kann :) Immerhin hat eine Harfenspielerin moderne Popsongs gespielt und ich konnte die Lichtshow am Hotelpool ansehen, wusste ich nicht mal, dass es eine gab im Hotel ;)

Rückflug problemlos. Hatte in Paris ja fast 6h Aufenthalt und wollte eigl mal schnell in die Stadt fahren um die Zeit rum zu bekommen, aber eine liebe Freundin die schon in Paris gewohnt hat, hat mir davon abgeraten wegen der ggf unzuverlässigen Verkehrsmittel. Außerdem war auch in Paris bestes Regen-Sturm-Schmuddelwetter, so dass man mit Sommerhose und Übergangsjacke nicht ganz passend angezogen war :D

Alles in allem, vor allem für so kurzfristig, ein ganz toller Urlaub, ich war super entspannt, wie lange nicht mehr :)

al-BataGold-Souq

New York

Dienstag, 25.09.2018

Hallo liebe Alle!

Hier nun endlich mein Bericht zu New York!

Am Sonntag ging es los mit problemlosem Zubringerflug nach Frankfurt. Dort waren ca 2h Umsteigezeit geplant, wovon ich schon mal alleine 1h von einem zum anderen Gate unterwegs war! Weiter ging es mit einem A380, der total überbucht war. Am Gate hing ein Monitor wieviele noch auf der Warteliste standen und wer nach und nach noch reingebucht wurde. Das hat alles ziemlich lange gedauert und dann standen wir auch noch beim Abflug im Stau auf dem Rollfeld. Auch beim Anflug und auf dem Rollfeld in New York hatten wir Stau. Bei der Passkontrolle hatten wir richtig viel Glück, dass es gerade nicht so voll war und wir vll 20 Min gewartet haben. Dafür mussten wir umso länger auf das Gepäck warten. Dann ab zum Skytrain und zur nächstgelegenen Metrostation. Die New Yorker U-Bahn ist tatsächlich super laut und veraltet, dafür aber die Wagen klimatisiert. Was allerdings zu Lasten der Wärmeentwicklung in den Bahnhöfen geht. Auf den Bahnhöfen herrschen locker 30°C! Weil die U-Bahn so alt ist und viel zu schmal gebaut, kann man wohl auch nicht nachträglich mehr Belüftung einbauen. Unser Hotel lag in der Nähe zur Grand Central Station, so dass wir fix unser Gepäck abstellen konnten und wieder los konnten zum Sightseeing ("jede Minute nutzen"). Als erstes ging es zu den United Nations, die quasi um die Ecke lagen. Dann noch mal die Grand Central Station angucken, die ein wunderschöner alter Bahnhof ist, sollte eigentlich abgerissen werden, wurde aber von Jaqueline Kennedy mit einer Spendensammlung erhalten und renoviert. Weiter zum Trump Tower.... viele Straßen in New York sind gesperrt, wegen anwesender Prominenz in den Hotels, so dass man ganze Blocks außen rum laufen muss. Über die sonntagabendliche 5th Avenue zurück zum Hotel, da es morgens wieder zeitig losgehen sollte. Montag morgen sind wir als erstes nach Südmanhattan zur Staten Island Ferry gefahren, eine kostenlose Fähre die rund um die Uhr nach Staten Island fährt und dabei immer schön vorbei an der Freiheitsstatur und mit einem tollen Blick auf Manhattan. Auf Staten Island selbst gibt es nicht viel zu sehen, so dass man mit der nächsten Fähre gleich wieder zurück fahren kann. Wieder mit einem tollen Blick auf NY. Dort angekommen ging es zur Wall Street und dem bronzenen Bullen im Finanzdistrikt. Die Wall Street selbst ist kleiner und unscheinbarer als gedacht. Vorbei an der "alten" Trinity Church, die umringt von Wolkenkratzern ganz in der Nähe vom alten World Trade Center, den damaligen Einsturz überstanden hat und nach wie vor ein merkwürdiges Bild abgibt, traditionelle Kirche in Mitten von Wolkenkratzern. An der 9/11 Gedenkstelle sind die Brunnen die die Standorte der Hochhäuser nachbilden. Da wir noch reichlich Zeit an diesem Tag hatten, haben wir einen kurzen Ausflug nach Brooklyn gemacht bevor wir späten Nachmittag nach Jersy City gefahren sind, auf der anderen Seite des Hudson Rivers, von wo aus man einen tollen Blick auf die Skyline von Manhattan hat. Späten Abend sind wir dann an den Fuß der Brooklyn Brigde gefahren um von der Brooklyn Seite aus Bilder der Skyline Manhattans zu machen. Am Dienstag morgen ging es zeitig los nach Brooklyn um über die Brooklyn Brigde nach Manhattan zu laufen. Leider hatten wir an diesem Tag richtig schlechtes Wetter, so dass es nicht viele Bilder wegem dem strömenden Regen und von den wolkenverhangenen Hochhäusern gibt. Aber dennoch ist der Gang über die Brücke super cool. Weiter ging es durch China Town und Little Italy nach SoHo (gepflegtes Viertel mit tyoisch New Yorker Baustil) zum Washington Square Park mit Triumpf-Bogen. Wenn man schon mal in NY muss man natürlich auch bekannte Filmdrehorte angucken, wie zB das Carrie Bradshaw Haus in Chelsea ;) von dort ging es weiter in den Chelsea Market eine Markthalle mit Imbiss, Restaurant und Geschäften, wo ich mir einen traditionellen Burger gegönnt habe. Wusste gar nicht, dass man das Burgerfleisch auch in raw, medium oder well done wählen kann. Super lecker und rauchig vom Grill. Weiter zum High Line Park, einen Park auf einer erhöhten alten Eisenbahnstrecke auf der früher Waren tranportiert wurden. Statt es abzureißen hat man einen Park mit Kunst darauf gebaut, der bis nach Midtown Manhattan hoch führt. Da das Wetter nach wie vor relativ schlecht war, habe ich kurzerhand den Plan geändert und wir sind ins bekannte Macy´s Einkaufscenter gegangen, sowas wie ein Kaufhof, mit richtig langer Tradition in NY. Am Mittwoch morgen war eigentlich geplant auf die Aussichtsplattform vom Rockefeller Center zu gehen. Durch den Regen vom Vortag war es allerdings super neblig und die Sicht gleich Null. Die Zeitfenster Tickets hatte ich schon vor Wochen online gebucht. Netterweise durften wir die Tickets problemlos umtauschen zu einem späteren Zeitpunkt. Da wir sowieso Tickets hatten mit denen wir zweimal hinauf durften, habe ich die Tickets erst mal auf den Abend gelegt. Also sind wir weiter gelaufen in der Stadt, am Times Square Werbeschilder gucken und dann den ganzen Broadway entlang zum Flat Iron Building, dem spitzen Eckhaus. Zwischendurch haben wir uns ein Eis gönnen wollen, an einem der vielen Imbisswagen am Straßenrand, mit $10 für ein Softeis mit Erdbeersoße und $12 für ein Milchshake waren wir dabei!!! :D Danach stand der Central Park auf dem Plan. Durch das schwüle Wetter und einen mich etwas quälenden Rücken haben wir leider nur einen kleinen Teil des Parkes besichtigt, obwohl es soviele sehenswerte Ecken gibt. Die John Lennon Gedenktstätte, Strawberry Fields, fand ich da am wichtigsten, leider von Touristen überlaufen. Um meinen Rücken und unsere Füße etwas zu schonen haben wir uns dann dafür entschieden noch mal nach Staten Island zu fahren per Bahn und Fähre, bevor es abends zum Rockefeller Center ging. Zum Glück hatte sich der Nebel verzogen, so dass man eine tolle Sicht auf Manhattan bei Nacht hatte ♥ ca 2 Minuten nachdem wir wieder untern waren, fing es erneut an in Strömen zu regnen... der Donnerstag war dann auch schon unser letzter Tag. Da wir ja Tickets hatten mit denen wir zweimal innerhalb von 24h hoch durften wollten wir uns nun die Stadt auch noch im Tageslicht angucken. Ebenfalls wunderschön :) Auf dem Weg zurück zum Hotel haben wir noch bei ber New Yorker Bibliothek gehalten um wenigstens ein bisschen Kultur einzubauen, bevor es wir Sachen gepackt und ausgecheckt haben. Zum Glück konnten wir das Gepäck im Hotel lassen bis wir abends zum Flughafen mussten. Da das Wetter am Donnerstag wunderschön wurde, sind wir kurzer Hand nach Coney Island raus gefahren an den Strand mit Freizeitpark. Dort haben wir mit Blick auf´s Meer unser mitgebrachtes Essen genossen. Und dann war es auch schon Zeit zum Flughafen zu Fahren um über Nacht zurück nach Deutschland zu fliegen. Ich bin ein wenig überrascht über die schlechte Ausstattung der Lufthansa Maschine, jedenfalls in der Holzklasse war die Technik und die Einrichtung super veraltet und auch das Essen nicht sonderlich. Bin wohl Ethihad und Cathay verwöhnt :D

Über New York kann ich zusammenenfassend sagen: super!! Laut, dreckig, es stinkt und ist überteuert, aber hat irgendwie Stil. Die New Yorker sind immer super schick und modern angezogen. Die alten Wolkenkratzer haben Klasse und sind nicht einfach nur stahlblaue Glasfassaden. Selbst nachts ist immer Stau und ständig ist irgendwo ein Einsatzfahrzeug zu hören. An jeder Ecke stehen Polizisten die den Verkehr regeln, anscheinend hält sich niemand an die Ampelschaltung. Durch die Polizisten geht es in den chronisch verstopften Straßen wenigstens etwas voran. Es müffelt, weil sich der Müll täglich in den Straßen stapelt, auch wenn dieser täglich abgeholt wird. 4 Tage sind natürlich nicht viel Zeit um sich alles anzugucken, auch wenn man täglich ca 20-22km läuft, aber für einen ersten Eindruck super und ich danke meiner Reisebegleitung, dass ich mit durfte: Danke Danke Danke :)

Liebe Grüße

Grand Central Station Freiheitsstatur Manhattan von Fähre Manhattan von Jersy City Manhattan und Brooklyn Bridge bei Nacht Brooklyn Bridge Times Square Manhattan bei Nacht Manhattan bei Tag Manhattan Panorama Straßenzug

Es wird weiter gehen :D

Montag, 26.03.2018

Hallo Liebe Alle!

Nach fast einem Jahr Pause habe ich beschlossen diesen Blog weiterhin zu schreiben wenn es ins Ausland geht. Denn nächste Woche beginnt mein Studium für das ein Auslandsaufenthalt (bestenfalls auch wieder Australien) geplant ist :)

Bis dahin wird es zumindest dieses Jahr ein update beim Reisen geben, da ich die dolmetschende Begleitung für einen Verwandten sein werde der eine Woche New York gewonnen hat! Danke, dass ich mitkommen darf!! ♥ Juhu! ♥ New York ♥ ich komme!

Beste Grüße

Da bin ich wieder

Donnerstag, 11.05.2017

Hallo liebe Alle....

hatte ich leider nicht so viel Zeit was zu schreiben, wie das immer so ist, die letzten Tage vergehen super schnell. Und nun bin ich auch schon wieder zurück in Deutschland surprised

Am Wochenende hatte ich mich in Tokio noch mit Bella getroffen, der Tochter meiner japanischen Gastfamilie in Sydney. Bella ist gerade für ein paar Monate in Tokio um dort an der Uni in ihrem Studienfach zu forschen und so bot es sich natürlich an, dass wir uns treffen. Wir sind nach Roppongi Hill gefahren, einem Hochhaus mit Aussichtsplattform, bei weitem nicht die höchste in Tokio, aber wir hofften dadurch nicht so überlaufen :D Wir wollten so in etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang dort sein, damit wir die Stadt bei Tag und bei Nacht ansehen können. Und Tokio ist natürlich riesen groß! In Berlin sieht man vom Fernsehturm aus das "Ende" Berlins, da wo es ins brandenburgische Grüne geht. In Tokio sieht man es nicht, nicht mal ansatzweise. Nur ganz am Entfernten Horizont kann der Mt. Fuji durchblicken, der durch seine Höhe hervorsticht. Wenn es mal wieder nicht wolkig ist. Aber das kenne ich ja schon. Immer dann wenn ich die Möglichkeit hätte den Berg mal zu fotografieren, habe ich ihn nicht gesehen :D Und der Blick über die Stadt ist atemberaubend. Häuser dicht an dicht, Autobahnen die sich auf Brücken durch die Stadt winden, in der Ferne die Bucht mit ihren großen Brücken. Und ganz selten dazwischen auch mal ein bisschen grün, wovon die japanischen Großstädte ja nicht so viel haben.

Die letzen beiden Tage in Tokio habe ich dann mit bummeln und Souveniers kaufen verbracht. Ich hatte im Prinzip alles angeschaut was man sehen muss und da mein Rail Pass abgelaufen war, konnte ich auch eine entfernteren Ziele mehr als Tagestouren machen, denn ohne diesen Pass sind die Zugfahrten nicht billig. Zum Tokio Skytree bin ich auch noch gegangen, dem höchsten Turm der Welt und dem zweitgrößten Gebäude der Welt. War leider ziemlich diesig, so dass sich ein Hochfahren zur Aussichtsplatform nicht gelohnt hätte, aber eines der Nebengebäude hat im 31. Stockwerk Restaurants. Das war als Aussicht auch gut genug und Essen muss man ja auch ab und an :D

Mit dem Rückflug hat dann auch alles prima geklappt, habe sogar einen Platz am Notausgang ergattert, das ist ja fast Luxus :D

Nun geht es bei mir ans wieder ankommen, Arbeit und Wohnung suchen, anmelden und so was. Aber bevor ich wieder arbeite, hoffe ich, dass ich so viele wie möglich von Euch besuchen kommen kann.

Bis bald!

Ausblick Ausblick bei Nacht

Kyudo und Shibuya

Freitag, 05.05.2017

Hallo liebe Alle!

Heute habe ich mich mal im japanischen Bogenschießen, dem Kyudo versucht. Heute ist das keine Kampfart mehr sondern wird als Kunst praktiziert, mehr so als Konzentration und Medition. Und ist sehr schwer zu lernen.... Da heute noch ein Feiertag in Japan ist, hatte die Sportschule sowas wie Tag der offenen Tür. Und durch Zufall hatte ich im Internet gefunden, dass es einen "Verein" gibt der japanische Traditionen für Ausländer in Japan zugänglich machen will. Man bietet auch Kochkurse und Karate zB an und eben auch Kyudo. Zunächst haben die Profis gezeigt wie die "Zeromonie" normal aussieht, wie sie ihre Kunst praktizieren. Wie sie kunstvoll des Raum mit Pfeilen und Bogen in der Hand den Raum betreten und in einer Choreographie niederknien, nacheinder schießen, wieder niederknien und erneut nacheinander schießen bevor sie den Raum wieder verlassen. Eine sehr langsame Ausführung ist wichtig und jeder Griff ist bedeutungsvoll. Die Ziele, runde Zielscheiben stehen in etwa 30m Entfernung. Und keiner der Profis hat mit seinen zwei Pfeilen getroffen... Wenn die Profis schon nicht treffen wie sollen dann erst wir Laien treffen??? Da man dort nett ist zu den Neulingen, durften wir aus ungefähr 10m Entfernung schießen. Geduldig haben die Profis trotz kaum Englischkenntnis die Haltung überprüft und ggf verbessert. Man steht komplett seitlich zum Ziel und nur der Kopf schaut in die Richtung. Die Kinder durften natürlich zu erst und gleich das erste vielleicht 5 jährige Mädchen haut den Pfeil in die Mitte. Wow ist es doch "so" einfach? Haha nein, absolut nicht. Von allen Teilnehmern, sicher um die 60 Leute und jeder hat mindestens 5-10 Mal probiert, haben vielleicht 15 Pfeile das Ziel getroffen! Der Rest ging in den Sandwall. Der Bogen zieht erstaunlich stark zur Seite und durch unsere Unerfahrenheit, bzw mangelende Stärke die Sehne zu spannen, fliegt der Pfeil ziemlich schnell nach unten :D und wie gesagt wir standen nur ca 10m entfernt ;) Es dauert wohl mindestens einen Monat tägliches Training bis man es einigermaßen kann, alles andere sind eher "Glückstreffer" :D Auf den anderen Etagen der Sportschule wurde auch noch mehr angeboten, so haben kleine Kinder Karate geübt und Männer in Kriegerkleidung eine Art Gegenüberstellung mit einem Schwert. Wobei sie sich erst ein Weilchen nur mit der Speerspitze "abgetastet" haben bevor sie aufeinander mit lautem Gebrüll zugestürmt sind und dann war der Kampf vorbei, Reaktionschnelle gefragt. Im Innenhof stand auch noch ein Erdbeben-Übungswagen. Ein kleiner LKW mit beweglichem Boden und fest eingebautem Tisch. Die Kinder durften zu zweit oder Dritt hinein, ein Mitarbeiter hat kurz erklärt was zu tun ist (als ob sie das nicht aus ihren regelmäßigen Übungen in der Schule kennen) und dann schaltet ein anderer Mitarbeiter draußen auch schon das Erdbeben ein. Die Kinder sollen dann natürlich so schnell wie möglich unter den Tisch krabbeln wo sie verhältnismäßig sicher sind. Ich frage mich ob der Mitarbeiter der mit drinnen sitzt abends eine Gehirnerschütterung oder sowas hat, bei den vielen Malen die er tagsüber durchgeschüttelt wird....

Nachmittags bin ich dann noch zu der berühmten Tokioer Kreuzung in Shibuya gefahren wo mit jeder Ampelschaltung hunderte Menschen aus allen Richtungen über die Kreuzung laufen. Wegen der Feiertage war meiner Meinung nach nicht sooo viel los, oder zumindest kam es mir nicht so voll vor? :D Aber vll schaffe ich es die Tage noch mal hin :)

Kyudo Kyudo Darth Vader beim Training? :DShibuya