Übersichtskarte

Der Weg ist das Ziel!

Montag, 23.08.2021

... blöd nur, wenn die Elemente da was gegen haben...

Liebe Alle,

es wird Zeit für einen neuen Reiseeintrag bzw. eine neue Reise! Nachdem ich im letzten Jahr mit Erstaunen festgestellt habe, dass man die Zugspitze zu Fuß begehen kann, sogar Normalsterbliche, nicht nur Trailrunner und Kletterer, wollte ich unbedingt mehr darüber erfahren... es gibt mehrere Wege nach oben, mit und ohne Klettern und sogar 3-Tages Touren raus und über Österreich wieder runter mit Übernachtung in den Berghütten, die nur zu Fuß oder Helikopter (der kommt aber auch nur 4x im Jahr für Lieferungen Essen usw) erreichbar sind. So wurde ich Anfang 2021 Mitglied im Alpenverein (man darf auch ohne hoch) und plante meinen 3-Tages-Aufstieg für Anfang Juni. Also 2 Nächte Hütten und davor und danach Hotel im Tal. Nun ist dieser Sommer ja so ganz anders als die letzten, die Natur dankt es, aber dadurch war Anfang Juni der Schnee noch nicht weit genug geschmolzen, so dass eine der Hütten noch nicht geöffnet hat. Also habe ich eben umgebucht. Sollte dazu sagen, dass ich Ende Mai als Tagesausflug auf der Zugspitze war und dort einen einzelnen Wanderer getroffen habe der in etwa die Tour gemacht hat, die ich machen wollte. Nun war der Typ so ein richtiger Bergsteiger-Typ, mit Eispickel und mega großen Schuheisen und Helm und so... na das wäre ja was geworden... gut, dass ich auf August gewartet habe, wo der Weg so gut wie eis- und schneefrei ist.

Also bin ich an einem viel zu heißen Tag zum Autofahren gen Süden aufgebrochen. Für abends waren Unwetter und Temperatursturz angesagt und es folgte ein relativ kurzer Regenguss der eigentlich nur Schwüle, aber keine Abkühlung brachte. Am nächsten Morgen, frohen Mutes sollte es los gehen. Kofferchen und Auto beim Hotel gelassen und nur den Tourenrucksack mitgenommen mit Schlafsack, Hüttenklamotten und Handtüchern. Das Wetter konnte sich morgens schon nicht entscheiden was es will und ich bin echt ungelogen 500m gegangen, hörte es auf zu regnen. Also alles wieder ausgepellt. Weitere 500m später, wieder starker Regen, wieder alles angepellt. So ging das den ganzen Weg in Garmisch-Partenkirchen, vorbei an den Sprungschanzen und bis zum Eingang zum Tal welches ich hinauf wollte. Das Tal beginnt mit der Klamm, einer engen Schlucht durch die das Wasser schießt und die ich bereits im letzten Jahr besichtigt hatte. Durch die Unwetter vor einigen Wochen waren Teile des Weges noch gesperrt, so dass man nicht hindurchgehen konnte um den Aufstieg zu beginnen, sondern den steilen Wanderweg an den Hängen der Klamm nehmen musste. Nun hatte die Sonne doch ein Einsehen und kam heraus, was in der feuchten Klamm erst Recht erneut für Schwüle sorgte... so gar nicht mein Wetter... und ich war ja erst am Anfang der Tour. Nach gekraxel durch die Klamm und erneuten Abstieg hinunter zum Fluss kommt man am Ende (oder Beginn?) der Klamm an und kann endlich den geplanten Wanderweg nehmen der entlang des Flusses führt. Malerisch zwischen Bäumen und Felsen schlängelt sich der Fluss, wobei der Wanderweg schon gut aufwärts führt. Immerhin kann man sich im Prinzip nicht verlaufen, da der Weg nur nach oben führt. Unterwegs kommt man an einer bewirtschafteten Hütte vorbei, an der man sich mit Brotzeit und Bier und Buttermilch und Kuchen stärken kann. Erstaunlich wie lecker alles schmeckt, wenn man kaum Auswahl hat und hungrig ist vom Wandern. Auf der Strecke trifft man schon weitere Wanderer, von denen man ahnt, dass man sie oben in der ersten Hütte zum Übernachten wieder treffen wird, denn wo sonst wollen sie denn hin :D Auch diese Hütte wird überwiegend zu Fuß versorgt, die Wanderwege sind zu schmal für Autos. An einer Stelle weiter unten, wo der breitere Weg endete gab es eine Art "Vorsorungshütte" in die Lieferungen gebracht werden. Aber eben nur was die Mitarbeiter auch weiter tragen können oder evtl auf einem Quad transportieren. Übrigens kommen auch die Mitarbeiter nur zu Fuß nach einer kilometerweiten Wanderung zur Arbeit. Da ist nichts mit jeden Abend zuhause sein. Die bleiben für länger dort oben und übernachten auf den Hütten. Wie ich von der Rast weitergehe zieht es sich wieder zu. Es war auch Gewitter angesagt. So wie auch den Tag zuvor... nun hat man auf den Wanderwegen meist keinen Handyempfang in dem engen Tal, so dass man nicht nachsehen konnte was neu gemeldet wird. Soo weit ist es ja nicht mehr...  und da war es dann auch schon, das Gewitter. Regen, Hagel, Blitz und Donner! Die Blitze haben mich nicht so gestört. Der Hagel war fies, denn den habe ich sogar durch die Kapuze durch gespürt, aber der Regen erst. Der war so heftig, dass innerhalb kürzester Zeit meine Regenjacke durchgeweicht war, ich konnte fühlen wie mir das Wasser den Rücken runter lief. Und noch krasser, und das hätte ich nie gedacht, dass das geht. Der Regen war so heftig, dass das Wasser an meinen Beinen hinunter lief direkt in die Schuhe! Keine 10Minuten später waren die Innen so nass, dass ich sie ausschütten konnte. Nun saugen sich so dicke Wanderschuhe ja auch so richtig schön voll. Mein Versuch mich unter einer Tanne vorm Hagel zu schützen misslang (wäre ja auch zu einfach gewesen), auf dem Wanderweg floss bereits etwa 5cm tief Wasser hinab. Da kamen 2 weitere Wanderer an mir vorbei, denen habe ich mich kurzentschlossen angeschlossen um das nicht alleine zu gehen. Und welch Glück, etwa 200m weiter war eine Art Hütte, die zwar verschlossen war, aber zumindest ein Vordach hatte und eine Bank. Dort saß bereits ein Pärchen, die gerade an der Hütte war, wie der Regen losging und somit relativ trocken. Wir haben so gelacht, also ich tatsächlich erst mal Wasser aus meinen Schuhen gegossen habe und in Flipflops dort stand. Von dem Unterstand hatte man einen tollen Blick ins Tal, so weit man wegen dem Regen gucken konnte und wir konnten sehen, wie das Wasser immer heftiger die Steinhänge hinabgeschossen kam und das Flussbett, was zu zwei Dritteln leer war, sich füllte. Gut, dass wir bereits etwa 30m über dem Fluss waren, so dass wir nicht befürchten mussten, dass der Fluss den Weg beschädigt. Dachten wir. So langsam ließ der Regen etwas nach, so dass wir uns weiter trauten. Wo mit natürlich keiner gerechnet hat, dass auf der Talseite des Wanderweges ja auch Steilhänge sind an denen das Wasser wie Wasserfälle hinunterschoss. Teilweise waren die Wege dadurch überspült und man watete durchs Wasser. Da meine Schuhe eh schon quasi bis oben voll Wasser waren, machte mir das nichts aus. Das Pärchen und die beiden anderen Wanderer waren allerdings viel schneller als ich, so dass ich bald den Anschluss verlor. Hinter mir war noch eine Dreiergruppe, die hatte ich bereits zur Brotzeit in der Hütte getroffen. An einer Stelle wo der Weg mal wieder überspült war, war bereits ein Betonbett angelegt, über das wohl mal Holzbohlen gingen, denn diese lagen im Wasser. Ein Metallgitter gab es auch noch. Zum Springen für mich mit Rucksack zu weit. Also über das Gitter. Da wusste ich noch nicht, dass da auch Quads drüber fahren können. Wie ich da drauf trete bog sich das unschön durch, so dass ich mich da nicht drüber getraut habe. Da hatten mich dann auch schon die drei anderen Wanderer eingeholt, 2 Mädels und ein Kerl, die Mädels haben sich auch nicht getraut. Aber gemeinsam haben wir uns da rüber geholfen, in dem auf einer Seite einer stehen blieb um Gewicht auf das Gitter auszuüben, dass es nicht so sehr durchbiegen möge. Wir ahnten noch nicht, dass es noch schlimmer kommen würde.... um jede Biegung die man kam wurde man überrascht mit einem neuen Sturzbach mit neuer Tiefe und Breite. Bis zur Hütte konnte es nicht mehr weit sein, vielleicht noch ein Kilometer, wie schlimm kann es noch werden? Es kann! Vor uns lag ein 30Meter breiter Sturzbach, der an einigen Stellen definitv tiefer als knietief war und eine reißende Strömung vom Wasser von den Hängen. Teilweise waren Sandbänke, bzw Kies oder Schotter-Bänke zwischen den "Armen des Flusses", zum Springen aber an allen Stellen zu weit. Weiter oben wurde es zwar schmaler aber dafür tiefer und reißender, weiter unten, in Richtung eigentlichen Fluss "etwas" flacher und dafür breiter. Also unten lang. Nachdem wir alle es geschafft hatten auf den Kiesbänken weg zu rutschen und ins Wasser zu fallen waren wir endgültig komplett nass. Mit den Wanderstöcken haben wir zunächst die Tiefe getestest und sind dann so schnell wie möglich Stück für Stück da durch. Als wir auf der anderen Seite waren, wo der Wanderweg weiter ging, haben wir weiter oben am Hang das Pärchen gesehen, sie haben ihr Glück bergein versucht, sie hofften auf eine Stelle an der sie hätten springen können. Zum Glück haben sie uns gesehen und sind unserem Winken gefolgt und mit Handzeichen konnten wir sie zu der Stelle lotsen durch die wir auch sind. Rüberrufen ging nicht, denn das Wasser war zu laut. Auch die beiden sind noch ins Wasser geplumst, aber immerhin auf dem Weg angekommen. Sie waren so stolz, dass sie noch trockene Schuhe hatten, bis zu dem Sturzbach... zum Glück war die Hütte auf der wir Übernachten wollten nun tatsächlich gleich um die Ecke. Auf der überdachten Veranda hingen bereits Kleidungsstücke in endloser Zahl und im "Trockenraum" innen, in dem man normal seine Schuhe trocknen kann, zumindest wenn sie bloß feucht sind und nicht komplett getränkt, gab es keinen freien Platz mehr.- Durch das Unwetter waren auch weitere Wanderer die eigentlich weiter hoch wollten in dieser Hütte gestrandet, dadurch war die Hütte sehr voll und wir bekamen keinen Platz mehr drinnen. Die lieben Angestellten brachten uns jedoch Decken raus und Abendessen sollte es auch bald geben. Allerdings gerade keinen heißen Tee, da durch den Regen die Wasserpumpen nicht mehr hinterherkamen und somit kein fließendes Wasser da war... die Zeit zum Abendessen habe ich genutzt um wenigstens meine trockenen langen Schlafklamotten aus dem Rucksack anzuziehen. Leider fiel mir da noch nicht auf, dass durch den Fall ins Wasser mein Schlafsack, der unten im Rucksack lag, ebenfalls nass war. Normal ist mein Rucksack sehr gut geschützt vor Regenwasser, hat ja auch ein extra Regenmäntelchen. Das Wasser musste durch den Frontreißverschluss rein sein. Aber erst mal essen. Eingepackt in dicke Decken gab es lecker Suppe und einen Rinderbraten und sogar Kuchen mit Sahne zum Nachtisch. Da wurde einem gleich warm! Zwei der Mitarbeiter haben sich mit Handschuhen und einer sogar im Ganzkörperregenanzug (den Mitarbeiter hatte ich nachmittags sogar erst hochwandern sehen) auf den Weg gemacht, wir dachten, sie gehen vll die Brücken reparieren bzw die Bretter wieder hinlegen und schauen ob noch jmd Hilfe braucht. Haben sie sicher auch, aber später kehrten sie mit je einem riesen Rucksack Zutaten für Essen zurück, Gemüse zB. Das Essen kommt also tatsächlich zu Fuß da hoch! Ein bisschen Handyempfang hat man auf der Veranda, so dass wir die Nachrichten lesen konnten vom Unglück im Nachbartal. Da wurde uns erst bewusst, dass wir wirklich Glück hatten! Die Wanderer die wegen des Regens dort gestrandet waren, bekamen die Notfall-Winterhütte zugeteilt als Schlafplatz und so wurde in der warmen Gaststube endlich Platz, dass auch wir uns aufwärmen konnten. Meine drei Begleiter zogen aus ihrem Rucksack tatsächlich trocken gebliebene Kartenspiele und Würfel heraus (während zB der Impfausweis komplett durchgeweicht war). So haben wir uns die Zeit vertrieben bis zur Hütten-Ruhe um 22h. Geschlafen wird in hostelähnlichen Räumen, auf Etagenbetten die die gesamte Breite des Raumes einnehmen. Allerdings zum Glück nicht eng an eng, so dass ich auf meiner unteren Etage, nur am anderen Ende 2 weitere Leute hatte und viel Platz. Der beste Platz bringt nur leider nichts, wenn der Schlafsack nass ist.... nicht komplett, aber genug um echt unangenehm zu sein. Selbst mit Mütze und Schal konnte ich nicht richtig einschlafen und war mir sicher, den morgigen Tag nirgens hin zu gehen, außer wieder ins Tal! Irgendwann musste ich eingeschlafen sein und wie ich aufgewacht bin, war ich wieder frohen Mutes, doch noch nach oben zu gehen. Auch die kalte Dusche konnte mich nicht schrecken, die Mitarbeiter haben übernacht die Pumpen wieder zum Laufen gebracht, aber nicht das warme Duschwasser. Nur die harten kommen in den Garten, gell? Kalt, und ich meine gebirgswasserkalt, das geht schon mal :D Das Frühstück war mega lecker! Der Chef selbst stand morgens in der Küche und hat Milch aufgefüllt und Brot geschnitten. Einer der Mitarbeiter ging rum und hat Autokennzeichen notiert, die Polizei im Tal hatte angerufen und wollte sicher stellen, dass nicht noch mehr Menschen verunglückt waren. Auch meine drei Weggefährten haben nun geplant, weiter gehen oder wieder runter? Nasse Klamotten und das Wissen, dass es nachts ein wenig geschneit hatte auf dem Gipfel, machte nicht gerade Mut. Außerdem regnete es mal wieder leicht. Wieder runter gehen ist sicher nicht die dümmste Idee. So habe ich mich auch überzeugen lassen und wir wollten wieder runter gehen. Beim Anziehen der noch immer klitschnassen Kleidung (man kann ja nicht unbegrenzt viel in so einen Rucksack packen) und den nicht ein bisschen trockenen Schuhen war das definitiv die richtige Entscheidung. Also liefen wir los. Erstaunt standen wir vor dem Rest des gestern noch 30 Meter breiten Sturzbaches. Morgens waren es zwei 30 Zentimenter breite Rinnsale! Bereits nach noch nicht mal einem Kilometer hatte ich meine Wanderhose gefühlt trocken gelaufen und bereute meine Entscheidung den Weg nach unten gehen zu wollen. Also bin ich umgedreht! Ich habe mich von meinen drei "Rettern" verabschiedet, mit denen ich zwar gerne weiter gegangen wäre, aber ich wollte ja hoch. Der leichte Regen hatte plötzlich auch aufgehört, so dass ich es wagen wollte. Ich wusste von ein paar anderen Wanderern auf der Hütte, dass sie ebenfalls nach oben gehen würden, so wusste ich, dass ich wieder nette Menschen treffen würde. Wie friedlich das Tal nun dalag, malerisch der Fluss, der jetzt wieder ein normaler Bach war und Wolken die sich alle Mühe gaben aufzureißen. Am Ende des Tales waren auf allen Seiten nur noch steile Wände, da hieß es jetzt hoch. Da man auf der Route nicht klettern muss, musste es ja einen Weg geben. Den gab es auch, steil, mit vielen Kehrungen über Wurzeln und Geröll, über nackten Feld und Wiesen. Da dort auch Schafe gemütlich grasten, konnte es ja nicht so schlimm sein :D Weiter oben, in etwa nach der Baumgrenze sollte die 2. Hütte sein. Allerdings haben es 700Höhenmeter auf gerade mal ca 2,5km Länge ganz schön in sich. Um jede Biegung die man kommt, hofft man es geschafft zu haben. Stattdessen sitzt da ein weiterer Wanderer der geschafft guckt und meint: nee, das geht noch weiter! Endlich kommt sie in Sicht, die 2. Hütte. Theoretisch lässt man dort das Gepäck und geht bis zum Gipfel nur mit Wasser und evtl Snacks weiter und kommt zu der 2. Hütte wieder zurück. Da meine Klamotten und der Schlafsack allerdings noch immer klamm und teilweise nass waren, war das keine Option für mich. Trotz Buchung zur Übernachtung hätte man erst später in den Trockenraum gekonnt und dann wäre mein Schlafsack wieder nicht trocken geworden. Ich entschied mich für weiter gehen bis zum Gipfel und dann mit der Seilbahn ins Tal. Geplant war eigentlich nach der 2. Nacht via Österreich wieder zu Fuß runter zu steigen. Aber runter ist nicht so meines und nass schon gar nicht. Also habe ich mir ein mega leckeres Stück Kuchen gegönnt (ernsthaft, wie machen die das, dass es so lecker ist auf 2000m Höhe??!) und weiter gehts! Mit vollem Gepäck war ich natürlich nicht so schnell wie meine Weggefährten die ihr Gepäck dort gelassen haben. Ich wusste, dass die letzte Seilbahn nicht allzu spät runter fahren würde, die musste ich unbedingt erreichen. Die Baumgrenze war schon längst passiert und die Schafe noch immer zufrieden mit dem Gras was da halt so wächst. Geröll und nackter Feld auch auf dem Abschnitt und tatsächlich auch ein Eisfeld, vll 30x60Meter groß. Das hatte sich noch gehalten in diesem kühlen Sommer. Denn durch den Klimawandel hat die Zugspitze fast alle ihre Gletscher verloren und der letzte wird sich nicht mehr lange halten. Auf dem Weg nach oben kommt man durch die Wolken durch, die aussehen wie begrenzter Nebel, sich aber irgendwie tatsächlich anfühlen wie eine Wolke, weich umringt es einen, allerdings eher kühl statt kuschelig ;) Auf dieser Seite der Zugspitze geht eine Seilbahn die letzten etwa 400Höhenmeter hoch und oben kann man dann die große Seilbahn nehmen die ins Tal führt. Da ich die nicht verpassen wollte, habe ich etwas geschummelt und die Seilbahn für die letzten extrem steilen 400Höhenmeter genommen... nun habe ich einen Grund mehr, diese Wanderung erneut in Angriff zu nehmen!! :)  Ein trockenes Bett und eine warme Dusche sind allerdings unschlagbar, wenn man fast nur nassen Klamotten im Rucksack hat...

Im Hotel hat man mir kurzfristig, weil ich ja eigl noch eine Nacht Hütte gehabt hätte, zum Glück noch ein Notfall-Zimmer anbieten können. Das war halt einfach noch unrenoviert, mir aber egal, denn Bett und Dusche waren sauber und ausreichend. Aufgeschlafen sah die Welt schon ganz anders aus, also wollte ich unbedingt noch mehr wandern. Ich entschied mich für eine "kurze" nur etwa 10km Strecke vom Eibsee über die Bergkette nach Österreich. Auf der österreichischen Seite wurde ich richtig überrascht, während auf deutscher Seite bergauf Waldweg und Geröll war, war der Weg auf der anderen betoniert und ausgebaut. Richtig "gemütlich" zu gehen. Zurück ging es mit der Regionalbahn. Am Bahnhof wartend kam ein weiterer Wanderer und der hat mir erzählt, dass er die Strecke die für drei Tage angelegt ist (vom Alpenverein selbst), an einem Tag gemacht hat! Respekt!

Was also tun mit meinem weiteren Tag? Ich hatte im Internet gesehen, dass es auf der österreichischen Seite zwei wunderschöne Bergseen gibt. Da musste ich hin! Allerdings habe ich einen Teil der Strecke wieder die Seilbahn genommen, übertreiben wollte ich es nicht, da ca 15km vor mir lagen ;) und wer hätte das gedacht, die beiden Seen sind sehr beliebt und unglaublich viele Wanderer jeden Alters waren dahin unterwegs. Und die Aussicht und der Anblick sind den Weg so was von Wert! Entspannte Kühe durch deren Feld der Weg führte ließen sich von den Touri-Scharen nicht im geringsten stören und das Wetter spielte auch mit. Sonnig, aber nicht zu heiß. Auf dem Weg gibt es gleich zwei Hütten mit Brotzeit, so dass da keiner zu kurz kommt. Was man hoch geht, muss man allerdings auch wieder runter, und runter ist ja wie gesagt nicht so meines. Aber irgendwie gehts dann doch und nach einem Ausrutscher auf Matsch habe ich es doch wieder zurück geschafft. Da steig ich (fast) die ganze Zugspitze hoch ohne Blessuren und rutsche auf ner Touri-Strecke aus! :D

Nach den tollen Tagen in den Bergen wollte ich eigentlich noch ans Meer... nun ist das ja naturgemäß von den Alpen etwas weiter weg, also entschied ich mich für den Bodensee. Nach einer kurzen Fahrt via Österreich (warum ist das Benzin eigl über 30 Cent billiger in Österreich??) und einem Navi was mich durch Apfelplantagen geschickt hat, habe ich einen ausflug auf die Insel Mainau gemacht, die wie zu erwarten war, ebenfalls voller Touristen war. Hätte nicht gedacht, dass ich mich mal an die Stille in den Bergen, wo man teilweise gar nichts hört, gewöhne. Am nächsten Tag habe ich dann noch eine unglaublich abwechslungsreiche Wanderung nahe dem Bodensee gemacht, durch Obstplantagen, durch kleine Schluchten mit Wasserlauf (heißt da Tobel), entlang des Ufers des Bodensees, durch urigen Wald mit Burgruine, zum Wanderweg mit toller Aussicht auf den See! Und das alles auf gerade mal 17km. Toller Abschluss einer Wanderwoche Urlaub!

Vor allem der erste Tag meiner Reise nimmt einen großen Platz ein, vermutlich weil es der intensivste ist. Die anderen Tage waren dennoch ebenso spannend. Hab mir vorgenommen, diese Woche zu hause mal nicht zu wandern. Vermutlich juckt es mich am WE aber schon wieder in den Fingern :D

Eure Chocolat

 Hütte in SichtÜber den Wolkenkönnte auch MacchuDrachenseeBodensee

Kurzentschlossen verreist es sich am Besten!

Samstag, 08.08.2020

Hallo liebe Alle,

nun muss ich Euch mal wieder an meinen Ausflügen teilnehmen lassen.... eigentlich müsste ich ja für die Uni eine Hausarbeit schreiben, aber bei über 30° macht das auch keinen Spaß! Was also tun? 2 Tage uneffektiv vor dem Computer sitzen ist nicht so meines und eigentlich wollte ich auch schon länger mal wieder "raus" hier... also habe ich spontan einen Kurztrip (einen Tag vorher) gebucht. Ich war noch nie auf der Zugspitze und da oben soll es ja auch weniger heiß sein....

Am Samstag morgen, nach einer vor Hitze mehr gedösten als geschlafenen Nacht, bin ich um 3:30h aufgestanden, hab mir einen Beutel Gemüse geschnippelt als Wegzehrung und bin um 4:45h los gefahren gen Süden! Ich hatte zum Glück noch gesehen, dass genau an diesem Tag die Zufahrtsstraße zur Zugspitze vormittags gesperrt sein würde und ich wollte vorher da sein, also bin ich quasi durchgebrettert. Interessanterweise muss man ja auf dem Weg dort hin durch ganz München gurken, Stadt"autobahn" begrenzt auf Tempo 40, mit mind 4 Blitzern....   nach München allerdings wieder top Autobahn bis kurz vor Garmisch-Partenkirchen, danach weiter als Landstraße und da hat man dann bereits zur frühen Stunde gemerkt, dass noch mehr Menschen das Wochenende zum Ausflüge machen nutzen. Bereits unterwegs konnte man die massiven Felsen der Alpen sehen, total schön. Mit Almen hab ich es ja nicht so, aber die Berge :) gegen 7:45 stand ich dann auf dem Parkplatz zu Füßen des Gipfels, direkt neben der Seilbahn. Bereits da unten, auf etwa 998m Höhe, war es merklich kühler als in München oder Nürnberg. Allerdings konnte man die Sonne bereits am Gipfel sehen. Also Jäckchen an und ab nach oben! Die Seilbahn ist riesig!! Es passen wohl bis zu 120 Personen rein, wobei es um die Uhrzeit nicht ganz so viele Waren, aber bestimmt 50. Ringsherum verglast und sogar im Boden eine Stelle mit Scheibe zum nach unten gucken. Bei der nur wenigen Minuten dauernden Fahrt hat man bereits Bergsteiger in den Felsen gesehen und Berghölen in den Fels gehauen. Oben angekommen war es dann super sonnig und gut frisch, so etwa 10°. Tolle Aussicht in alle Richtungen. Nach Norden ins Grüne und am Horizont das "Flachland" sichtbar, nach Süden auf die steinigen Gipfel Österreichs. Apropos, nach Österreich und deren Aussichtsplattform konnte man natürlich problemlos gehen, der Grenzübergang ist quasi direkt auf dem Gipfel. Nach ausgiebigem Stauen in alle Richtungen, habe ich dann doch beschlossen noch näher zum Gipfel zu klettern. Dieser erhebt sich etwa 15m entfernt von der Hauptplattform zu erreichen über einen Kletterpfad eher für Bergsteiger. Es steht sogar extra ein Schild dort, dass es gefährlich ist. Vor allem war es gut voll, viele Touris wollten da hoch und auch entsprechend wieder runter. Nach dem ersten Kletterpunkt mit steiler Leiter, die von der Plattform aus gar nicht so fies aussah, war wieder "Stau", die letzten 5m nach oben war mir dann doch zu beengt und stressig, also blieb ich einfach mal da etwas abseits sitzen und habe das Treiben beochbachtet und meine Aussicht ohne andere Menschen im Bild genossen. Wie ich da so sitze, fällt mir auf, dass da auch ein Pfad den Gipfel hinauf geht, da kommen nämlich Menschen hoch gelaufen! Die haben dann erzählt sie seien morgens um 5h bei einer Hütte losgelaufen (auf dem Bild mit meinen Schuhen im Grünen mittig zu sehen) und nun nach 6h oben angekommen! Mega krass oder?

Auf der anderen Seite des Gipfels gibt es natürlich auch einen Gletscher, wenn natürlich viel kleiner als früher, aber ein wenig ist noch da. Im Winter liegt dort auf den kahlen Felsen natürlich Schnee und man kann Ski fahren. Mit einer kleineren Seilbahn ging es also etwa 1000m wieder abwärts zum Gletscher. Dort konnte man sogar auf einem kleinen Hand Schlitten fahren! Super cool! Es sind 35° in der Stadt, die Sonne knallt so auf den Schnee, dass man selbst mit Sonnenbrille kaum gucken kann, aber Schlitten fahren! Juhu! Um wieder ins Tal zu kommen, kann man entweder wieder rauf auf den Gipfel fahren und von dort mit der großen Seilbahn hinunter oder man nimmt von der Zwischenstation, wo auch die Wetterstation steht, die Zahnradbahn durch den Berg ins Tal. Da ich neugierig auf die Bahn war bin ich mit der gemütlich nach unten gezuckelt. Im Tunnel war es sogar richtig gehend kalt, sobald man allerdings aus dem Tunnel kam, auch wenn bereits unterhalb der Baumgrenze, war es bereits mega warm.

Nun ist die Zugspitze dort ja nicht das einzige Highlight. Es gibt noch den Eibsee! Und der sollte mein Ziel für den Nachmittag werden! Nach einem Salat und dafür ein Dessert (für schwere bayrische Heimatküche war es einfach zu heiß) bin ich also los gelaufen. Und ich gebe zu, solche Farben hätte ich niemals in Deutschland bei Wasser gedacht! Mega schön! Bedingt durch das Wetter natürlich an jeden freien Felsen (kein Sandstrand) ein Badegast zur Abkühlung. Etwas merh als 7km geht der Weg einmal um den See herum. Immer wieder die Sicht auf die mega tolle Farbe des Sees und die Berge dahinter, hier und da ein Wasserfall der aus den sehr steilen Bergen herunterkommt und eine Bank zum Verweilen und Staunen! Ich kann mich nur Wiederholen, so eine Farbe hätte ich nie in Deutschland erwartet. Etwa 2,5h habe ich mit Fotos machen und die Füße ins Wasser tauchen rum gebraucht. Konnte mich kaum lösen. Allerdings musste ich abends noch nach Bad Tölz, denn was näheres habe ich nicht gefunden als bezahlbare Übernachtung.... dort wollte ich mich auch nicht lang aufhalten ;) bin abends tatsächlich direkt ins Bett und das einzige was ich in Erinnerung habe, dass ich Kühe mit großen Glocken auf der anderen Straßenseite gehört habe, obwohl es gar nicht so "dorfig" in Bad Tölz war. Am nächsten Morgen bin ich eine halbe Stunde durch den hauseigenen Pool gehüpft und dann nach Garmisch-Partenkirchen gefahren zum Partnachklamm, einer Schlucht und einem in den Fels gehauenen Wanderweg. Allerdings habe ich die Menschenmassen im sonntag unterschätzt und muss etwas außerhalb parken, da der Großparkplatz bereits 10h völlig überfüllt war. Durch den Fußmarsch nach Garmisch rein, konnte ich allerdings die große Sprungschanze ausgiebig bewundern. Besonders interessant fand ich die im Halbrund angelegte Besuchertribüne, wie ein Stadion aus alten Zeiten, das war mir beim Skispringen im Fernsehen noch nie aufgefallen. Als ich mich nun endlich auf den Weg zur Schlucht machen konnte waren natürlich noch mehr Menschenmassen dazu gekommen und alle wollten in die kühle Schlucht. Man musste anstehen ;) Direkt neben die Schlucht wurde ein Wanderweg in den Fels gehauen, bereits um 1910, teilweise direkt am Abgrund, teilweise im Fels mit "Sichtfenstern" in die Schlucht. Allerdings konnte man durch die vielen Menschen kaum stehen bleiben und verweilen oder gemütlich Fotos machen und den Anblick genießen, weil man dann auch den schmalen Weg versperrt hätte. Wie kommt man nun eigentlich wieder am Ende der Schlucht nach draußen? Den Weg konnte man ja nur in eine Richtung laufen..... da bleibt nur eines, Wanderweg hoch die Klippen und durch den Wald nutzen, dort war eine Brücke auf die andere Seite und dort wieder hinunter, was im übrigen anstrengender als rauf ist :D

Nun hatte ich noch einen Nachmittag Zeit... nach hause fahren? Nee, schade um die Zeit, wäre eh doller Rückreisestau gewesen. Also bin ich noch mal zurück zum Eibsee gefahren und habe dort noch mal meine Runde gedreht. Wie gesagt, ich wiederhole mich gerne erneut, der hat mich einfach umgehauen der See! :) Gegen 19h wurde es dann aber doch Zeit mal die Heimreise anzutreten, hatte ja noch 3h vor mir, wieder durch München zuckeln, nun allerdings mit weiteren Tagestouristen im Stau...   als Tagesausflug, ohne Übernachtung, werde ich so einen Ausflug zur Zugspizte und zum Eibsee mit Sicherheit mal wieder machen, dafür war es da einfach viel zu schön!! :)

PS: Wer sich überlegt zur Zugspitze zu fahren, sollte das Wetter im auge behalten. An beiden heißen Sommertagen war es vormittags klar und nachmittags zog eine Wolke zum Gipfel die sich da auch nicht mehr weg bewegt hat, so dass man wahrscheinlich kaum Sicht hatte...

Am Gipfelauf dem Gipfel, mit Blick ins TalEibseeEibsee mit ZugspitzePartnachklamm

Abu Dhabi / Dubai für Kurzentschlossene

Dienstag, 25.02.2020

Hallo liebe Alle!

Es wird nun wirklich mal Zeit, dass ich mal wieder etwas in den Blog schreibe. Es wird ja noch ein wenig dauern bis ich mal wieder länger auf Reisen gehen kann bzw bis ich im besten Fall wieder auswandern kann ;) erst mal wird das Studium abgeschlossen!

Aber bis dahin kann man ja mal einen Urlaub machen... :)

Da ich in den letzten Monaten ein paar Mal die Filiale auf Arbeit gewechselt habe und für die Uni auch noch eine Hausarbeit schreiben musste, wusste ich nicht ob ich in meinen Mini-Semester-Ferien von 2 Wochen nun Urlaub nehmen durfte oder nicht. Aber ich hatte Glück, ich habe noch Urlaub genehmigt bekommen. Was also tun mit so „kurzfristig“ Urlaub? Mir war nach Sonne, warm und was zum Erleben. Erst dachte ich an Istanbul, da ist es im Februar allerdings noch kalt, ähnlich wie bei uns, also fiel mir Abu Dhabi ein. Nach meinem Kurzbesuch als Stopp Over in 2016 wollte ich ja immer mal wieder hin, warum also nicht? Gebucht und los!

Mein Abflug in Nürnberg war um 6h morgens, da ich nur mit Handgepäck reisen wollte, wollte ich so gegen 5h am Flughafen sein, also zuhause Abfahrt so gegen 4:20h. Problem, um die Uhrzeit fährt bei mir noch keine Straßenbahn! Ok also denke ich mir, dass ich vor laufe bis zur U-Bahn und von dort zum Flughafen. Nun wollte ich ja direkt in den Sommerklamotten in den Urlaub und nicht erst eine Winterjacke mitschleppen. Und es ist tatsächlich einfach mal Sturm mit Schneeregen bei 3°C! Bereits nachts wurde ich vom Strum geweckt, so dass ich mir doch lieber ein Taxi für die Fahrt zur U-Bahn bestellt habe. Das hat auch problemlos geklappt und für die 5min Fahrt gleich mal 13€! Seit wann ist Taxi fahren eigl. soo teuer in D? Gut, dass ich nicht gleich bis zum Flughafen gefahren bin. Es war so ein Sturm, dass es die Taxi-Tür direkt wieder zugeweht hat...! Also mal lieber schnell in den U-Bahnhof ins windgeschützte. Nun lass ich mir ja immer sagen, Nürnberg sei so eine Metropole und was stellt man fest? Der Bahnhof hat geschlossen bis etwa 2 min bevor die erste Bahn fährt! Meine U-Bahn zum Flughafen ist eine der ersten, also musste ich tatsächlich draußen warten… Am Flughafen war erwartungsgemäß mega viel los, Sicherheitskontrolle dauerte über eine halbe Stunde, so dass der Flug bereits zum Einstieg ausgerufen wurde, als ich gerade durch war. Umsteigen in Amsterdam problemlos. Verhungern tut man in Schiphol schon mal nicht, es gibt Käse, Kiloweise Käse in den Souvenirshops :D Auch der Flug nach Abu Dhabi problemlos, über den Alpen noch ein wenig Schnee gesehen und über dem Irak die Sanddünen bewundert, samt kreisrunden bewässerten Plantagen und brennenden Ölfackeln in den Ölfeldern. Am Flughafen in Abu Dhabi über eine Stunde an der Passkontrolle angestanden, die haben halt die Ruhe weg. Dafür haben sich die Mitarbeiter gefreut über einen Deutschen reisenden, „Bayern München“ können sie alle sagen :P

Das Taxi zum Hotel hat für die mehr als 30min Fahrt gerade mal 22€ gekostet, nur mal zum Vergleich zu meiner morgendlichen Taxifahrt. Das Hotel direkt umgeben vom Yachthafen (einem der vielen in Abu Dhabi) und mein Zimmer mit Blick auf die Etihad Towers. Na der langen Reise bin ich allerdings direkt ins Bett, durch die Zeitverschiebung war ich ja auch erst gegen 23h im Hotel. Am nächsten Morgen habe ich mir erst mal ein lecker Frühstück mit Blick auf den Pool gegönnt. Wenn man den deutschen Winter gewöhnt ist, sind die 22° und volle Sonne auf der Außenterrasse schon fast zu viel… also wohl als erstes an die Wärme gewöhnen und wo geht das besser als am Pool in einem der Separees mit Sonnenliegen. Bewaffnet mit Buch und Sonnenbrille lässt es sich so aushalten :) der Pool vermutlich sogar extra beheizt, denn das Wasser war gefühlt wärmer als die Luft, allerdings nur mal 1,20 tief. Einen Pool mit direkten Blick aufs Meer kann ich dennoch empfehlen (auch wenn es an der Stelle mehr mit Blick auf den Kanal ist). Da nur am Pool rumliegen nichts für mich ist bin ich nachmittags noch spazieren gegangen bis zum „Heritage Village“, ein nach alter Bautradition gebautes Dorf für die Touristen mit kleinen Feldern und Souvenirshops. Abu Dhabi ist viel größer als es aussieht und die Häuserblocks ziehen sich, so dass ich mir im ungewohnten Schuhwerk Flip-Flops natürlich an der Sohle gleich mal eine Blase gelaufen habe :D Das hing mir leider die folgenden Tage auch noch nach. Abends habe ich mir mit nächtlicher Beleuchtung noch das „Founders Memorial“ angesehen, eine riesige Skulptur die den Gründervater Abu Dhabis zeigt als 3D Model, wobei die Gesichtskonturen durch geometrische Figuren die an Fäden aufgespannt sind gebildet werden. Lässt sich echt schwer beschreiben, wie aus „Perlenketten“ eine Silhouette wird, richtig coole Sache!

Am Sonntag habe ich mir die Innenstadt von Abu Dhabi angesehen, neben den Hochhäusern auch das renovierte alte Fort welches sogar schon Kanonen aus Frankreich und England aus dem 18. Jh. hatte, lange vor der modernen Großstadt, als die Emirate noch Fischerdörfer und Nomadenstämme waren. Vom Shoppingcenter mit „traditionellen“ Souq (Markt) bin ich noch bis zur Strandpromenade gelaufen. Überall in Abu Dhabi sieht man Katzen, so auch hier, da die Tiere gemütlich an der Promenade schlafen und auf die Arbeiter Abu Dhabis warten (80% der Einwohner sind ja keine Einheimischen sondern Arbeiter aus zB Asien) die dort angeln und den Katzen immer wieder auch mal ein Stück Fisch zuwerfen. Für späteren Nachmittag hatte ich einen Besuch in der großen Moschee geplant, die ich im Sonnenlicht, Sonnenuntergang und bei Nacht fotografieren wollte. Als ich vor einigen Jahren in der Moschee war, war ich dort ja mit einem Guide. Wir sind damals durch eine Sicherheitskontrolle an der Seite der Moschee rein und konnten und mehr oder weniger frei bewegen. Ich war total überrascht wie ich diesmal dort bin, dass es einen weiter entfernten Eingang gibt der unterirdisch ein kleines Einkaufszentrum hat und verbunden durch einen endlos langen Tunnel mit der Moschee ist. Clever eigentlich, so kann man die Touristen von den Gläubigen trennen, die weiterhin an der Moschee einen Eingang haben, kann gleich Souvenirs und Snacks verkaufen und nicht zu vergessen die Sichtkontrolle für die Frauen ob man anständig genug gekleidet ist und im Zweifel eine Leih-Abaya bekommt. Das ganze Prozedere hat nun viel länger gedauert als geplant, so dass ich „leider“ das Tageslicht für die Fotos verpasst habe, dafür um so schöner die Nachtaufnahmen :) In der Moschee selbst gibt es feste Laufwege und vorgegebene Foto-Stopps, damit alles schön gleichmäßig läuft ;) Allerdings hat man den Weg schon so gelegt, dass man wirklich alles wichtige sehen und fotografieren kann. Ich liebe diese Moschee einfach, so wunderschön! :)

Für Montag und Dienstag hatte ich mir vorgenommen nach Dubai zu fahren. Dubai liegt etwa 100km nordöstlich von Abu Dhabi und die Städte sind mit einem Linienbus verbunden der etwa alle 20 min fährt. Man könnte auch das Taxi nehmen, die würden einen auch rüber fahren, das kostet aber ca 50€ je Fahrt, der Linienbus ca 8€ je Strecke. Der fährt langsamer, kommt aber auch an, ist relativ gemütlich wie ein Reisebus, für Frauen gibt es sogar extra Sitze in den vorderen Reihen. Es gibt theoretisch 2 Zwischenstopps unterwegs, dort wird allerdings fast nie gehalten, so dass man in 90 min in Dubai ist. Dort hält der Bus an einer Metrostation, so dass man problemlos nach Dubai rein fahren kann. Am Rande Abu Dhabis kommt man an der Formel 1 Rennstrecke vorbei, einigen Kilometern Wüste, fast überall mit einem Zaun von der Straße abgetrennt, einem Ikea und dann den weiten Ausläufern Dubais. Es ist unterwegs weniger Wüste als man vermuten würde, die Emirate wachsen maga schnell. Oh und natürlich alle(!!) 2-5 km ein Blitzer! Kein Witz! So viele Blitzer habe ich noch nie gesehen. Auf der Autobahn ist an vielen Stellen 140km/h erlaubt, manchmal auch nur 120km/h und das im autoverrückten Abu Dhabi :D

Wenn man Abu Dhabi als groß bezeichnen würde, ist Dubai gigantisch groß! Jedes freie Eckchen wird bebaut und sogar Land im Meer aufgeschüttet und das nicht nur für die Hotels auf den Palmen Inseln von denen es in der Zwischenzeit mehrere gibt. Die Stadt-Autobahn überwiegend 3-spurig, teilweise so gar 4 oder 5 und nicht nur im Berufsverkehr brechend voll. Parallel zur Autobahn verläuft die voll automatisch betriebene überirdische Metro, alle paar Minuten eine Bahn und auch diese immer voll. Zum Glück gibt es auch hier reine Frauen Abteile, da ist es ein klein wenig weniger voll ;) Witzig ist, dass man sich als große Firma wohl die Namen der Haltestellen kaufen kann, denn sie tragen die Namen einer Bank oder Telefongesellschaft. Super modern die Metro in jedem Fall. Es gibt aufladbare Chipkarten als Fahrkarte (die ich schon von der Busfahrt her hatte) und elektronische Gates durch die man geht und die beim Aussteigen die entsprechende Fahrpreis-Summe von der Karte abziehen. Die Bahnhöfe mit Sicherheitstüren die sich erst öffnen, wenn die Bahn eingefahren ist, dass keiner auf Gleich laufen kann.

Um mich erst mal zu orientieren und bin ich zuerst zur Burj Khalifa/Dubai Mall gefahren. Eines der größten Shoppingcenter der Welt und natürlich das größte Gebäude der Welt. Ich frage mich noch immer warum das nicht einfach in den Wüstenboden einsinkt :D Von dort bin ich mit dem Taxi zu einem weiteren renovierten historischen Stadtviertel gefahren mit dem Flair vergangener Tage. Eingestiegen bin ich in der Mall, die Einkaufscenter haben alle gleich eingebaut eine Taxiwartespur, da stehen immer Taxis bereit. Der, ich nenne ihn mal Taxiportier hat erst noch versucht mich auszunutzen in dem er mich in ein extra teures Taxi gesetzt hat, ich habe es zum Glück noch gemerkt als der Fahrer mir einen dreimal höheren Preis vor der Fahrt nannte als es für die Strecke zu erwarten gewesen wäre. Ich lauf da ja nun nicht im Prada-Kostüm rum, aber irgendwie witzig, dass ich da für eine reiche Touristin gehalten worden bin mit meinem Cowgirl-Hut :D Das historische Viertel „al-Bastakiyya“ ist natürlich auch ein wenig für die Touristen gedacht, was man an den vielen Mitarbeitern vor den Restaurant besonders merkt die einen unablässig anquatschen ob man denn nicht reinkommen möchte… da lobe ich mir doch das altehrwürdige Starbucks ;) es gibt neben einigen süßen Lädchen die auch traditionelles Kunsthandwerk anbieten wie Kupfergeschirr und Malerei auch Kamele und Falken zu bestaunen, die den ganzen Tag (?!) mit Augenkappe auf dem Arm des Herrchens hocken. Sie mögen ihre Falken ja verehren in den Emiraten, aber mir tun die Tiere einfach nur leid. Das historische Viertel liegt am Wasser, dem Dubai Creek und um auf die andere Seite zu gelangen nimmt man einfach die Fähre die mit zu den Öffentlichen Verkehrsmitteln zählt. Auf der anderen Uferseite liegen mehrere Restaurantbote und Schiffe die man im ganzen mieten kann und auch Schiffe die beladen worden mit Klimaanlagen oder Kühlschränken in unvorstellbarer Anzahl. Die Schiffe waren ja nicht groß, vll 20m lang, aber höher beladen als lang, was dazu wohl deutsche Transportsicherheitsfachmenschen sagen würden :D Auf der anderen Uferseite liegt auch der Gold Souq, der Gold-Markt. Laut Reiseführer wird der Goldpreis täglich auch auf dem Markt an den schwankenden Weltmarkt angepasst und man zahlt für den Schmuck nur den Wert des Goldes und der Edelsteine, nicht der Arbeit die darin steckt. Im Arabischen Raum werden Frauen ja mindestens zur Hochzeit mit Tonnenweise Gold beschenkt und entsprechend sahen die Stücke auch aus, groß klobig, Hauptsache „teuer“, nicht so als ob man es täglich tragen würde wollen. Das Angequatsche ist natürlich nervig, soll aber wohl teil des „Spaßes“ sein wie das über den Preis handeln… naja, nicht so meines, wenn ich mir nur was angucken will, muss ich mich nicht antatschen lassen, auch wenn es wahrscheinlich keiner der Verkäufer böse oder anstößig meint. Das ist auch einer der Gründe warum ich kein schönes Souvenir gefunden habe, einen Schal oder eine Lampe hätte ich mir gerne gekauft, aber dieses aufdringliche hat mich sehr gestört. Abends nach Sonnenuntergang habe ich mir dann noch die Wasserspiele zu Musik am Fuße des Burj Khalifa angesehen, eine Show die etwa alle 30 min für die Touris stattfindet, schön süß gemacht. Lange konnte ich ja nicht bleiben, da ich abends ja noch zurück nach Dubai musste, wobei die Busse bis spät fahren. Am nächsten Tag bin ich ja noch mal nach Dubai. Diesmal zuerst in die Mall of the Emirates, ein Shoppingcenter mit eigener Ski- und Winterwelt! Das Kempinski Hotel nebenan hat sogar Zimmer in alpiner Einrichtung mit Blick auf die Winterwelt! :D Ist schon witzig in Sommerkleidung in die Schneelandschaft zu gucken. Da ich nicht für europäisches Winterwetter in Dubai bin ging es weiter zum „Souq Medinat“ ein traditioneller Markt in der Hotelanlage die zum Burj al Arab gehört, da berühmte Hotel in Form eines Segels. Dort konnte man den Sandflächen-Souvenir-Machern bei der Arbeit zusehen und sich Henna-Tattoos machen lassen :) Die meisten Strände gehören zu Hotelanlagen, in der Nähe des Burj al Arab gibt es einen öffentlichen Strand, nur schade, dass der von allen Seiten von den ewigen Bauarbeiten Dubais umgeben ist, so dass die Aussicht weniger schön war :D

Eigentlich wollte ich auch noch in ein weiteres Emirat, nach Schardscha, dessen Hauptstadt Sharja mit dem Stadtgebiet von Dubai verwachsen ist, aber nachmittags war der Verkehr so schlimm, dass selbst die Taxifahrer, die sonst jeden Dirham einheimsen wollen vor dem Stau gewarnt haben. Selbst die öffentlichen Busse hätten über eine Stunde gebraucht, das was mir dann doch zu lang, so dass ich lieber wieder zurück nach Abu Dhabi bin, ich muss mir ja auch noch was aufheben, wenn ich mal wieder in die Emirate fahre ;)

An meinem letzten Tag hatte ein wenig Pech. Ich wollte vormittags noch mal zur Moschee, mittags zu den Märkten, nachmittags zum Louvre Museum. Mein Gepäck durfte ich im Hotel lassen, da mein Flug ja erst nachts ging. In der Moschee war es wunderschön und ich konnte noch meine Fotos bei Tageslicht machen, wenn auch mit sehr diesigem Himmel, da ein Sandsturm unterwegs war. Der Fischmarkt und der Dattelmarkt waren interessant. Bei einem Zwischenstopp im Shoppingcenter um Mittag zu essen und noch etwas Geld zu holen, hat mir kein Geldautomat mehr Geld ausgespuckt, obwohl noch Geld auf dem Uralubskonto drauf war. Ich vermute, dass das Hotel einen Betrag geblockt hat, falls ich die Hotelbar leergesoffen hätte. Eigentlich hätten sie nichts weiter blocken dürfen als die Zimmerkosten, aber anders kann ich es mir nicht erklären. Zum Glück hatte genau noch genügend Dirham übrig um zurück zum Hotel zu fahren um meinen Koffer zu holen und um zum Flughafen zu fahren. War dann ein sehr sehr langweiliger Nachmittag/Abend in der Hotellobby, nicht so spannend wie das Louvre wahrscheinlich, aber dann habe ich noch was, was ich mir mal noch ansehen kann :) Immerhin hat eine Harfenspielerin moderne Popsongs gespielt und ich konnte die Lichtshow am Hotelpool ansehen, wusste ich nicht mal, dass es eine gab im Hotel ;)

Rückflug problemlos. Hatte in Paris ja fast 6h Aufenthalt und wollte eigl mal schnell in die Stadt fahren um die Zeit rum zu bekommen, aber eine liebe Freundin die schon in Paris gewohnt hat, hat mir davon abgeraten wegen der ggf unzuverlässigen Verkehrsmittel. Außerdem war auch in Paris bestes Regen-Sturm-Schmuddelwetter, so dass man mit Sommerhose und Übergangsjacke nicht ganz passend angezogen war :D

Alles in allem, vor allem für so kurzfristig, ein ganz toller Urlaub, ich war super entspannt, wie lange nicht mehr :)

al-BataGold-Souq

New York

Dienstag, 25.09.2018

Hallo liebe Alle!

Hier nun endlich mein Bericht zu New York!

Am Sonntag ging es los mit problemlosem Zubringerflug nach Frankfurt. Dort waren ca 2h Umsteigezeit geplant, wovon ich schon mal alleine 1h von einem zum anderen Gate unterwegs war! Weiter ging es mit einem A380, der total überbucht war. Am Gate hing ein Monitor wieviele noch auf der Warteliste standen und wer nach und nach noch reingebucht wurde. Das hat alles ziemlich lange gedauert und dann standen wir auch noch beim Abflug im Stau auf dem Rollfeld. Auch beim Anflug und auf dem Rollfeld in New York hatten wir Stau. Bei der Passkontrolle hatten wir richtig viel Glück, dass es gerade nicht so voll war und wir vll 20 Min gewartet haben. Dafür mussten wir umso länger auf das Gepäck warten. Dann ab zum Skytrain und zur nächstgelegenen Metrostation. Die New Yorker U-Bahn ist tatsächlich super laut und veraltet, dafür aber die Wagen klimatisiert. Was allerdings zu Lasten der Wärmeentwicklung in den Bahnhöfen geht. Auf den Bahnhöfen herrschen locker 30°C! Weil die U-Bahn so alt ist und viel zu schmal gebaut, kann man wohl auch nicht nachträglich mehr Belüftung einbauen. Unser Hotel lag in der Nähe zur Grand Central Station, so dass wir fix unser Gepäck abstellen konnten und wieder los konnten zum Sightseeing ("jede Minute nutzen"). Als erstes ging es zu den United Nations, die quasi um die Ecke lagen. Dann noch mal die Grand Central Station angucken, die ein wunderschöner alter Bahnhof ist, sollte eigentlich abgerissen werden, wurde aber von Jaqueline Kennedy mit einer Spendensammlung erhalten und renoviert. Weiter zum Trump Tower.... viele Straßen in New York sind gesperrt, wegen anwesender Prominenz in den Hotels, so dass man ganze Blocks außen rum laufen muss. Über die sonntagabendliche 5th Avenue zurück zum Hotel, da es morgens wieder zeitig losgehen sollte. Montag morgen sind wir als erstes nach Südmanhattan zur Staten Island Ferry gefahren, eine kostenlose Fähre die rund um die Uhr nach Staten Island fährt und dabei immer schön vorbei an der Freiheitsstatur und mit einem tollen Blick auf Manhattan. Auf Staten Island selbst gibt es nicht viel zu sehen, so dass man mit der nächsten Fähre gleich wieder zurück fahren kann. Wieder mit einem tollen Blick auf NY. Dort angekommen ging es zur Wall Street und dem bronzenen Bullen im Finanzdistrikt. Die Wall Street selbst ist kleiner und unscheinbarer als gedacht. Vorbei an der "alten" Trinity Church, die umringt von Wolkenkratzern ganz in der Nähe vom alten World Trade Center, den damaligen Einsturz überstanden hat und nach wie vor ein merkwürdiges Bild abgibt, traditionelle Kirche in Mitten von Wolkenkratzern. An der 9/11 Gedenkstelle sind die Brunnen die die Standorte der Hochhäuser nachbilden. Da wir noch reichlich Zeit an diesem Tag hatten, haben wir einen kurzen Ausflug nach Brooklyn gemacht bevor wir späten Nachmittag nach Jersy City gefahren sind, auf der anderen Seite des Hudson Rivers, von wo aus man einen tollen Blick auf die Skyline von Manhattan hat. Späten Abend sind wir dann an den Fuß der Brooklyn Brigde gefahren um von der Brooklyn Seite aus Bilder der Skyline Manhattans zu machen. Am Dienstag morgen ging es zeitig los nach Brooklyn um über die Brooklyn Brigde nach Manhattan zu laufen. Leider hatten wir an diesem Tag richtig schlechtes Wetter, so dass es nicht viele Bilder wegem dem strömenden Regen und von den wolkenverhangenen Hochhäusern gibt. Aber dennoch ist der Gang über die Brücke super cool. Weiter ging es durch China Town und Little Italy nach SoHo (gepflegtes Viertel mit tyoisch New Yorker Baustil) zum Washington Square Park mit Triumpf-Bogen. Wenn man schon mal in NY muss man natürlich auch bekannte Filmdrehorte angucken, wie zB das Carrie Bradshaw Haus in Chelsea ;) von dort ging es weiter in den Chelsea Market eine Markthalle mit Imbiss, Restaurant und Geschäften, wo ich mir einen traditionellen Burger gegönnt habe. Wusste gar nicht, dass man das Burgerfleisch auch in raw, medium oder well done wählen kann. Super lecker und rauchig vom Grill. Weiter zum High Line Park, einen Park auf einer erhöhten alten Eisenbahnstrecke auf der früher Waren tranportiert wurden. Statt es abzureißen hat man einen Park mit Kunst darauf gebaut, der bis nach Midtown Manhattan hoch führt. Da das Wetter nach wie vor relativ schlecht war, habe ich kurzerhand den Plan geändert und wir sind ins bekannte Macy´s Einkaufscenter gegangen, sowas wie ein Kaufhof, mit richtig langer Tradition in NY. Am Mittwoch morgen war eigentlich geplant auf die Aussichtsplattform vom Rockefeller Center zu gehen. Durch den Regen vom Vortag war es allerdings super neblig und die Sicht gleich Null. Die Zeitfenster Tickets hatte ich schon vor Wochen online gebucht. Netterweise durften wir die Tickets problemlos umtauschen zu einem späteren Zeitpunkt. Da wir sowieso Tickets hatten mit denen wir zweimal hinauf durften, habe ich die Tickets erst mal auf den Abend gelegt. Also sind wir weiter gelaufen in der Stadt, am Times Square Werbeschilder gucken und dann den ganzen Broadway entlang zum Flat Iron Building, dem spitzen Eckhaus. Zwischendurch haben wir uns ein Eis gönnen wollen, an einem der vielen Imbisswagen am Straßenrand, mit $10 für ein Softeis mit Erdbeersoße und $12 für ein Milchshake waren wir dabei!!! :D Danach stand der Central Park auf dem Plan. Durch das schwüle Wetter und einen mich etwas quälenden Rücken haben wir leider nur einen kleinen Teil des Parkes besichtigt, obwohl es soviele sehenswerte Ecken gibt. Die John Lennon Gedenktstätte, Strawberry Fields, fand ich da am wichtigsten, leider von Touristen überlaufen. Um meinen Rücken und unsere Füße etwas zu schonen haben wir uns dann dafür entschieden noch mal nach Staten Island zu fahren per Bahn und Fähre, bevor es abends zum Rockefeller Center ging. Zum Glück hatte sich der Nebel verzogen, so dass man eine tolle Sicht auf Manhattan bei Nacht hatte ♥ ca 2 Minuten nachdem wir wieder untern waren, fing es erneut an in Strömen zu regnen... der Donnerstag war dann auch schon unser letzter Tag. Da wir ja Tickets hatten mit denen wir zweimal innerhalb von 24h hoch durften wollten wir uns nun die Stadt auch noch im Tageslicht angucken. Ebenfalls wunderschön :) Auf dem Weg zurück zum Hotel haben wir noch bei ber New Yorker Bibliothek gehalten um wenigstens ein bisschen Kultur einzubauen, bevor es wir Sachen gepackt und ausgecheckt haben. Zum Glück konnten wir das Gepäck im Hotel lassen bis wir abends zum Flughafen mussten. Da das Wetter am Donnerstag wunderschön wurde, sind wir kurzer Hand nach Coney Island raus gefahren an den Strand mit Freizeitpark. Dort haben wir mit Blick auf´s Meer unser mitgebrachtes Essen genossen. Und dann war es auch schon Zeit zum Flughafen zu Fahren um über Nacht zurück nach Deutschland zu fliegen. Ich bin ein wenig überrascht über die schlechte Ausstattung der Lufthansa Maschine, jedenfalls in der Holzklasse war die Technik und die Einrichtung super veraltet und auch das Essen nicht sonderlich. Bin wohl Ethihad und Cathay verwöhnt :D

Über New York kann ich zusammenenfassend sagen: super!! Laut, dreckig, es stinkt und ist überteuert, aber hat irgendwie Stil. Die New Yorker sind immer super schick und modern angezogen. Die alten Wolkenkratzer haben Klasse und sind nicht einfach nur stahlblaue Glasfassaden. Selbst nachts ist immer Stau und ständig ist irgendwo ein Einsatzfahrzeug zu hören. An jeder Ecke stehen Polizisten die den Verkehr regeln, anscheinend hält sich niemand an die Ampelschaltung. Durch die Polizisten geht es in den chronisch verstopften Straßen wenigstens etwas voran. Es müffelt, weil sich der Müll täglich in den Straßen stapelt, auch wenn dieser täglich abgeholt wird. 4 Tage sind natürlich nicht viel Zeit um sich alles anzugucken, auch wenn man täglich ca 20-22km läuft, aber für einen ersten Eindruck super und ich danke meiner Reisebegleitung, dass ich mit durfte: Danke Danke Danke :)

Liebe Grüße

Grand Central Station Freiheitsstatur Manhattan von Fähre Manhattan von Jersy City Manhattan und Brooklyn Bridge bei Nacht Brooklyn Bridge Times Square Manhattan bei Nacht Manhattan bei Tag Manhattan Panorama Straßenzug

Es wird weiter gehen :D

Montag, 26.03.2018

Hallo Liebe Alle!

Nach fast einem Jahr Pause habe ich beschlossen diesen Blog weiterhin zu schreiben wenn es ins Ausland geht. Denn nächste Woche beginnt mein Studium für das ein Auslandsaufenthalt (bestenfalls auch wieder Australien) geplant ist :)

Bis dahin wird es zumindest dieses Jahr ein update beim Reisen geben, da ich die dolmetschende Begleitung für einen Verwandten sein werde der eine Woche New York gewonnen hat! Danke, dass ich mitkommen darf!! ♥ Juhu! ♥ New York ♥ ich komme!

Beste Grüße